Nach einem Sturz wieder auf Position eins gekämpft.

Tucheim. Der vierte Lauf der Deutschen Enduro Meisterschaft wurde vergangenes Wochenende in Tucheim, in der Nähe von Genthin in Sachsen-Anhalt, ausgetragen. Der MC Fiener Tucheim e.V. im ADAC richtete die Enduro Veranstaltung  „Rund um den Fiener“ aus, die dieses Jahr nur am Samstag stattfand. Für den MSC Waldkappel-Breitau e.V. im ADAC gingen die Fahrer: Maximilian Wills, Max-Martin Weiland und Julian Larbig an den Start.

Das Wetter war für eine solche Veranstaltung ideal, denn es regnete die Woche vor dem Rennen und am Renntag schien die Sonne. Das war sehr gut für den sandigen Boden, da hierdurch die Stollenreifen der Enduro Maschinen guten Grip hatten. Die Strecke wurde von den Startern dreimal gefahren, die Etappe war 50 km lang und in einer Runde wurden zwei anspruchsvolle Tests gefahren. Der erste Test wurde auf einem Acker mit angrenzendem Waldstück abgesteckt, sodass die Fahrer auf dem Acker sehr schnell fuhren und in den Waldpassagen über querliegende Baumstämme und glatten Wurzeln fahren mussten. Der Bereich im Wald war nach der ersten Runde durch den Sandboden schon sehr ausgefahren. Im zweiten Test wurde eine Tiefsandgrube genutzt und einige Schleifen gingen hier auch durch den angrenzenden Wald. Hier erwartete die Starter auch wieder ein sandiger und ausgefahrenen Sandboden – zusätzlich schafften die Veranstalter künstliche Hindernisse wie Baumstämme und Reifenstapel, die es zu überwinden galt. Die Streckenführung wurde bei den letzten Veranstaltungen genutzt, wodurch die Abschnitte im Sandboden schon sehr ausgefahren waren. Das erforderte viel Kondition und Konzentration – nicht nur in den Tests – sondern auch in den Etappen, die zu den einzelnen Prüfungen führten. Die gesamte Prüfungszeit lag bei ca. 45 Minuten und war deutlich kürzer als in den DEM Läufen zuvor, wodurch jeder Fehler sofort bestraft wurde.

Maxi Wills: Maxi ging aufgrund seiner Leistung in den vergangenen Läufen Samstagmorgen motiviert an den Start, da er die Führung in seiner Klasse E1B und im B-Championat weiter ausbauen wollte. Das funktionierte in den ersten beiden Tests auch hervorragend. Er konnte die Führung in seiner Klasse und im B-Championat übernehmen. In dem dritten Test wurde ihm die ausgefahrene Strecke zum Verhängnis. Wills stürzte und er verkeilte sich unter seinem Motorrad – hierdurch verlor er eine Menge Zeit. Ohne Verletzungen davon zu tragen ging für Wills die Aufholjagt auf den jetzt Führenden Fahrer los. Er konnte die weiteren Tests fehlerfrei fahren und fuhr für seine Klasse Bestzeiten. Das zahlte sich im Endergebnis aus: Wills konnte seine Klasse mit 3 Minuten Vorsprung gewinnen und fuhr im B-Championat noch einen Vorsprung von 10 Sekunden raus. Was ein Comeback! „Ich bin mit meiner heutigen Leistung sehr zufrieden, vor allem nach so einer Aufholjagt! Ich freue mich schon auf das nächste Rennen, endlich mal wieder festen Boden unter den Rädern“. So Wills nach dem Rennen. Im Blick auf die Meisterschaft liegt Wills in seiner Klasse E1B mit 30 Punkten in Vorsprung und auch im B-Championat hat er 17 Punkte Vorsprung auf den zweitplatzierten. Auch im Mannschaftspokal konnte Wills mit seinen beiden Team Kollegen Dittmann & Ziegler für das Team ADAC Hessen Thüringen e.V. den ersten Platz einfahren.

Julian Larbig: Larbig startete mit seiner Husqvarna in der Klasse E3B ins Rennen. In den Tests schlichen sich bei ihm mehrere kleinere Fehler ein, wodurch er in Summer viel Zeit liegen ließ. Zudem blieb er mit seiner Maschine im Test an einem Baumstamm hängen und konnte diese verlorene Zeit nicht wieder einfahren. „Mit meiner Leistung bin ich nicht zufrieden. Da die Rennen im sandigen Terrain nun erstmal vorbei sind, hoffe Ich, bei den noch folgenden zwei Dem-Läufen auf doch etwas gewohnterem Untergründen (Hartboden) meine Leistung wieder steigern zu können“, so Larbig. Er fuhr auf dem achten Platz ins Ziel.

Max Weiland: Berufsbedingt kam Weiland dieses Jahr nicht viel zum Trainieren, was sich in Tucheim im sandigen Boden sofort bemerkbar machte, zuerst musste sich Weiland an den weichen Boden gewöhnen, verlor aber hierbei zu viel Kraft, sodass er in der letzten Runde zwar mit dem sandigen Boden besser zurechtkam, aber er sich nicht mehr konzentrieren konnte. Weiland startete in der Klasse: Deutsche Junioren Meisterschaft und kam trotz seiner Probleme auf dem 12. Platz ins Ziel.

„Der sandige Boden hat mir am Anfang viel Kraft gekostet. Hierfür muss Ich einfach mehr trainieren, um mit den Bodenverhältnissen besser zurecht zu kommen. Dennoch ist es ein gutes Training für mich unter Wettbewerbsbedingungen zu fahren“, resümierte Weiland.

Die Fahrer und der MSC bedanken sich bei Karsten Wills und seinem Racing Team Wills für die gute Betreuung am Renntag. Ohne diese Unterstützung wären solche Ergebnisse wohl kaum möglich!

Der nächste DEM Lauf findet in zwei Wochen in Kempenich statt.

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Veröffentlichung

Do, 15. Oktober 2020

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