Enduro DEM/Pokal Zschopau 2018

31.10.2018

Wichtige Punkte fehlten
Wills fehlte der erste DEM Lauf für besseres Meisterschaftsergebnis
Maximilian Wills fehlten wichtige Punkte aus dem ersten DEM Lauf in Tucheim für eine
bessere Meisterschaftsplatzierung. Dadurch, dass der 16 jährige im Sommer altersbedingt
seinen Führerschein erst im Juli diesen Jahres machen konnte, verpasste er den Start der
Endurosaison. Er konnte sich dennoch auf den 5. Platz in der Meisterschaft vorkämpfen und
peilt nächstes Jahr das Podium an. Am Wochenende fand der Finallauf der Deutschen Enduro
Meisterschaft „Rund um Zschopau“ im Erzgebirge, nahe der Tschechischen Grenze, statt. Für
den MSC Waldkappel-Breitau e.V. im ADAC gingen die Enduristen Andreas Hassenpflug,
Maximilian Wills, Julian Larbig und Max Martin Weiland zum letzten mal dieses Jahr an den
Start.
Der Lauf in Zschopau gilt als das Highlight in der Meisterschaft und das nicht ohne Grund:
Freitagabend wurde bei anbrechender Dunkelheit ein Prolog von den A-Lizenzfahrern
durchgeführt. Der Parcours war mit künstlichen Hindernissen gespickt: Baumstämme,
Steinfelder, Hängebrücke, Betonrohre und sonstige Holzkonstruktionen machten es den
Fahrern schwer. Die Etappe am Samstag war insgesamt 85 km lang und mit vier
Sonderprüfungen versehen. Drei mal mussten die Starter der A-Lizenz die Etappe fahren und
kamen so auf 12 Sonderprüfungen, die auf Zeit gefahren wurden. Die B-Lizenz-Fahrer
brauchten nur 2 Runden fahren und kamen so auf insgesamt acht Sonderprüfungszeiten.
Dieses Jahr entschied sich der Veranstalter die Etappe andersrum als in den vergangenen
Jahren zu fahren, um frischen Wind in die Etappe zu bringen. Durch die Trockenheit der
letzten Monate war diese aber für die Fahrer gut zu bewältigen. Die erste Sonderprüfung
Venusberg lagt an dem so genannten „Weberhang“, hier galt es gleich zu Beginn die lange
Waldauffahrt zu bewältigen, die mit Felsen gespickt ist. Weiter ging es auf der MX Strecke
des Veranstalters und ein Wiesenstück war ebenfalls integriert und sorgte für reichlich
Abwechslung. Die zweite Prüfung „Witzschdorf“ bestand aus der MX-Strecke, einer Wiese
mit einigen Waldpassagen. Auf einem gegrubberten Maisfeld nahe Krumhermersdorf wurde
die dritte Prüfung gefahren und der Prolog vom Freitag wurde für die vierte Sonderprüfung
um die damaligen Hallen des MZ Werkes erweitert.
Hassenpflug startete in der Klasse E2, hatte im Prolog durch zwei kleiner Fehler etwas Zeit
verloren, kam aber ganz gut zurecht mit den Hindernissen zurecht. Am Rennsamstag kam er
ohne Probleme durch die Etappe und konnte sich durch seine solide gefahrenen Zeiten in
seiner Klasse auf einen guten 15. Platz einreihen. „Die Sonderprüfung eins, insbesondere die
griffige MX Strecke und die angrenzende Wiese haben mir richtig gut gefallen. Der Test in
Witzschdorf mit der super griffgen Wiese hat auch gefetzt. Ein wirklich schönes Rennen zum
Saisonabschluss der DEM“, so Hassenpflug nach dem Rennen. Der Datteröder wird im
nächsten Jahr keine komplette DEM Saison unter die Räder nehmen. „Ich fahre nur noch zu
Rennen, auf welche ich auch Lust habe. Auf jeden Fall werde ich bei unseren Heimrennen in
Bischhausen und Sontra am Start stehen. Seit 2004 bin ich nun schon im Endurosport aktiv,
11 Jahre davon in der Deutschen Meisterschaft. Ich bin nun 31 Jahre alt und da werden nun
langsam andere Prioritäten gesetzt“.
In der Klasse E1B ist Wills gestartet, er hatte kaum Probleme, ist aber in der Sonderprüfung
am Weberhang hängen geblieben und musste noch mal neu hoch, das hat ihm eine Minute
gekostet und ist auf Rang 9 ins Ziel gekommen. „Das sind Dinge, die Ich im Enduro noch
lernen muss, Ich bin top zufrieden in Zschopau das Ziel ohne Strafminuten gesehen zu haben“
so Wills.
Larbig und Weiland sind in der Klasse E3B gestartet und hatten mit einem sehr großen
Fahrerfeld zu kämpfen, 83 Starter waren in der Klasse gemeldet. Durch die vielen Starter
staute sich das Feld an der ersten Sonderprüfung, wodurch Larbig und Weiland viel Zeit
liegen gelassen haben. Um keine Strafzeiten zu kassieren entschied sich Larbig nicht mehr zu tanken, was er am Ende der Runde bereute, da er Tempo wegen des leeren Tanks rausnehmen
musste. „Das hat mich ziemlich geärgert, aber Ich habe gottseidank die Nerven behalten. In
der nächsten ZK war noch genau eine Daumenbreite Sprit im Tank. So kam Ich noch in das
Etappenziel und konnte in Runde zwei wieder angreifen“, so Larbig zu seiner riskanten
Aktion. Er konnte das Rennen auf einem sehr guten 11. Platz beenden. Weiland pokerte nicht
und kassierte eine ZK Strafe und kam dadurch auf dem 46. Platz ins Ziel.
In der DEM Meisterschaftswertung konnten sich nach den verschiedenen Läufen die Fahrer
folgende Positionen erkämpfen: Hassenpflug auf Platz 13 (Kl. E2), Larbig auf 8, Weiland auf
19 (beide Kl. E3B) und Wills auf 5 (Kl. E1B).
Der Verein bedankt sich bei allen Vereinsfahrern, dem Racing Team Wills aus Bischhausen
für die professionelle Unterstützung der Fahrer und allen mitgereisten Betreuern die die
Wochenenden auf den Strecken verbracht haben um unseren Fahrern zu helfen. Wir freuen
uns schon auf die DEM Saison 2019, hier holt der MSC auch das heimische DEM Rennen
rund um Bischhausen und Sontra nach, das in 2018 wegen der Hitzewelle abgesagt wurde.

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Enduro DEM/Pokal Zschopau 2018