WM Lauf Woltersdorf verlangte MSC Fahrern alles ab!

19.10.2018

WM Lauf Woltersdorf verlangte MSC Fahrern alles ab!
Zwei Tage – zwei Läufe -zwei Ausfälle - zwei Zieleinfahrten – zwei Endscheidungen

 

 

Am vergangenen Wochenende ging es für die Fahrer des MSC Waldkappel-Breitau e.V. im
ADAC in das Brandenburgische Woltersdorf zum MC Woltersdorf in der nähe von Berlin.
Hier wurde Samstag und Sonntag der dritte und vierte Lauf zur Deutschen Enduro
Meisterschaft ausgetragen. In diesem Jahr gab es eine Besonderheit: In der Veranstaltung
wurde der Weltmeisterschaftslauf namens Enduro GP 2018 ausgetragen, dadurch gingen aus
der gesamten Enduro Szene die Besten Fahrer der Welt an den Start, dementsprechend hielt
die Strecke einiges für die Piloten bereit. Für den MSC starteten Andreas Hassenpflug und
Maximilian Wills auf Ihren Husqvarnas. Die Streckenlänge betrug ca. 60 Kilometer mit 3
Sonderprüfungen, die durch die Etappen verbunden zum Start und Ziel führten. Die
Sonderprüfungen wurden nach dem WM Standart vorbereitet und gefahren. Insgesamt musste
die Strecke dreimal mit den Sonderprüfungen gefahren werden und nach der letzten, also 9.
Sonderprüfung, wurde der Extremtest ein 4. mal gefahren. Extremtest: Dieser Test macht
seinem Namen alle Ehre, er ist kurz aber sehr technisch anspruchsvoll. Unzählige steile Auf-
und Abfahrten auf Kalkschotter und natürlichem Untergrund, oft zwischen Bäumen hindurch,
oder über künstliche Hindernisse verlangt er den Fahrern alles ab. Endurotest: Dieser ca. 6 km
lange Test wird auf natürlichem Boden, Geröll und Steinen am Rande des Tagebaus unter den
Windrädern gefahren. Neben den steilen Auf- und Abfahrten gehören einige Sprünge sowie
spektakulär zu fahrende Spitzkehren dazu. Crosstest: Dieser Crosstest am Rande von
Rüdersdorf unter der Hochspannungstrasse hatte bereits 2015 zur Enduro Europameisterschaft
den Fahrern alles abverlangt. Der Test am Hang ist sandig,  schnell und konnte von den Fans
sehr gut eingesehen werden. Aber nicht nur die Sonderprüfungen hatten es in sich, sondern
auch die Etappenstrecken waren sehr anspruchsvoll, viele kleine und große, steile und mit
Wurzeln versehene Auf- und Abfahrten, Sandwellen und tiefe Spurrillen erwartete die Fahrer.
Durch die lang anhaltende Hitze im Sommer und dem wenigen Regen im Oktober war der
Boden sehr trocken und ein mehliger Boden sorgte dafür, dass die Anspruchsvolle
Gesamtstrecke noch um ein vielfaches schwieriger wurde und die Piloten immer auf
höchstem Niveau und mit voller Konzentration fahren mussten. „Anspruchsvolle, knifflige
Strecke und bei diesen Bedingungen sehr, sehr schwer zu fahren“ so Karsten Wills –
Teamchef des Racingteam Wills und der beiden MSC Starter, die für sein Team an den Start
gingen.
Hassenpflug startet in der DEM in der Klasse E2 und kam am ersten Tag auf einen starken 14.
Platz ins Ziel, am nächsten Tag beendete er das Rennen vorzeitig. „Durch die zermürbenden
Etappenabschnitte zwischen den energieraubenden, schweren Sonderprüfungen kam Ich
Gestern kraftlos im Ziel an. Heute musste Ich dem Vortag Tribut zollen. Ich habe mir
während der Etappe schon Gedanken gemacht und entschieden, den Tag vor dem Endurotest
in der ersten Runde zu beenden, um Verletzungen zu vermeiden.“ So Hassenpflug.
Andersrum lief es bei Wills, er ist in der offenen Klasse gefahren, hier wurden 50 Fahrer aus
der DEM ausgewählt, die an dem Rennen teilnehmen durften. Am Samstag musste Wills das
Rennen nach der ersten gefahrenen Runde beenden, da seine Maschine durch ein paar Stürze
zu sehr in Mitleidenschaft gezogen worden war. Sonntag lief es für Ihn mit seiner reparierten
125ccm Enduro besser. Er fand auf dem schwierigen Track eine gute Form und konnte sich
auf dem 4. Platz in Ziel einreihen. „Ich bin sehr zufrieden bei einem Weltmeisterschaftslauf
das Ziel erreicht zu haben, Ich bin aber komplett am Ende mit meinen Kräften“. Am heutigen
Samstag sind unsere B-Lizenz Endurofahrer im Mittelreihnischen Kempenich zum nächsten
DEM Lauf.

 

 

Foto: Maximilian Wills kam am zweiten Tag gut in Form und belegte den 4.Platz